Pflichten verbindlich abgrenzen
Winterdienstpflichten entstehen aus Eigentums- und Nutzungsverhältnissen, kommunalen Vorgaben, Verträgen und betrieblichen Schutzanforderungen. Ein vollständiges Flächenkataster ordnet jede Fläche, Nutzungszeit, Priorität und Übergabestelle eindeutig zu. Auftraggeber, FM-Steuerung und Dienstleister erhalten damit klare Leistungs-, Nachweis- und Eskalationsgrenzen.
Pflichten und Verträge klar regeln
Geltungsbereich und Flächenkataster
Alle winterdienstrelevanten Flächen sind vollständig erfasst und eindeutig abgegrenzt.
| Lagepläne; Eigentums-/Mietgrenzen; Verkehrsflächen; Nutzergruppen; Übergabepunkte; kommunale Pflichten. |
| Winterdienst-Flächenkataster mit Flächen-ID, Art, Größe, Verantwortung und Priorität. |
| Jede relevante Fläche ist einer Verantwortung und einem Schutzziel zugeordnet. |
| Unklare Grundstücksgrenzen; nicht erfasste Zugänge; Schnittstellen zu öffentlichem Raum ungeklärt. |
Räum- und Streupflichten
Rechtliche, vertragliche und betriebliche Räum- und Streupflichten sind konkretisiert.
| Kommunale Satzungen; Miet-/Pachtverträge; Dienstleistungsverträge; Betriebszeiten; Verkehrssicherungskonzept. |
| Pflichtenregister mit Zeitfenstern, Flächen, Verantwortlichen, Eskalation und Nachweisen. |
| Pflichten werden nicht nur allgemein genannt, sondern flächen- und zeitbezogen operationalisiert. |
| Widerspruch zwischen Satzung, Vertrag und internem Konzept; Pflichtenlücke. |
Priorisierung der Flächen
Flächen werden nach Gefährdung, Nutzung und betrieblicher Kritikalität priorisiert.
| Personenströme; Rettungs- und Feuerwehrwege; Produktions-/Logistikbedarf; Barrierefreiheit; Schichtzeiten. |
| Prioritätenmatrix mit Reihenfolge, Zielzustand und maximal tolerierbarer Einschränkung. |
| Priorität ist risikobasiert und nicht nur nach Flächengröße oder Kundensicht vergeben. |
| Rettungsweg nachrangig; barrierefreier Zugang nicht berücksichtigt; kritische Logistikzufahrt ungeklärt. |
Fremdfirmensteuerung
Externe Winterdienstleister arbeiten innerhalb klarer Flächen-, Leistungs-, Nachweis- und Eskalationsgrenzen.
| Vertrag; Leistungsverzeichnis; Flächenplan; Bereitschaft; Subunternehmer; Gerätekonzept. |
| Dienstleistermatrix mit Mobilisierungszeiten, Ansprechpartnern, Nachweispflichten und Kontrollrechten. |
| Auftraggeber kann Leistung und Wirkung kontrollieren; Subunternehmer sind transparent. |
| Nur pauschaler Vertrag; keine Flächen-ID; unbekannte Subunternehmer; fehlende Reserve. |
RACI-Arbeitsmatrix
Die RACI-Zuordnung ist projektneutral und vor Anwendung an tatsächliche Verträge, Delegationen und Organisationsstrukturen anzupassen.
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| Pflichten- und Flächenfestlegung | A | R | C | C | I |
| Wetterbeobachtung | C | A/R | R | I | I |
| Einsatzentscheidung | A | R | C | I | I |
| Operative Durchführung | I | A | R | I | I |
| Wirksamkeitskontrolle | A | R | C | I | I |
| Sperrentscheidung | A/R | C | C | C | I |
| Arbeitsschutz Winterdienst | A | R | R | C | I |
| Nutzerkommunikation | A | R | I | C | I |
| Saisonreview | A | R | C | C | C |