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Offentliche Wege, Gehwege und befestigte Flächen

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Öffentliche Wege, Gehwege und befestigte Flächen

Öffentliche Wege, Gehwege und befestigte Flächen

Öffentliche Wege, Gehwege und befestigte Flächen sind wesentliche Bestandteile der Außenanlagen im Facility Management. Sie gewährleisten sichere und barrierefreie Verkehrswege für Fußgänger und Fahrzeuge.

Ihre Herstellung und Unterhaltung unterliegen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil C (VOB/C) sowie der DIN 18318, die technische Anforderungen und Dokumentationspflichten für Pflasterdecken und Plattenbeläge festlegen. Die geforderten Unterlagen stellen sicher, dass alle eingesetzten Materialien, Ausführungsverfahren und der konstruktive Aufbau den gesetzlichen Vorgaben an Tragfähigkeit, Oberflächenentwässerung, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit entsprechen.

Für Facility Manager ist eine vollständige und überprüfbare Dokumentation unerlässlich. Sie dient der Qualitätssicherung, der Mängelverfolgung sowie der vorausschauenden Instandhaltungsplanung. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Verlegeplan Teil der Baudokumentation und dient dem Instandhaltungspersonal als wichtige Referenz. So lassen sich bei Reparaturen die ursprünglichen Verlegemuster, Materialien und Gefälle nachvollziehen, um Ausbesserungen im Einklang mit dem Originalzustand vorzunehmen. Gleichzeitig unterstützt der Plan das Facility Management dabei, die Qualität und Funktion der Pflasterung über den gesamten Lebenszyklus der Anlage zu überwachen.

Gehwege, Wege und befestigte Verkehrsflächen

Bestandspläne der befestigten Flächen und Plattenbeläge

Kategorie

Beschreibung

Dokumenttitel/Typ

Bestandspläne der befestigten Flächen und Plattenbeläge

Zweck & Umfang

Bietet eine exakte Darstellung der fertiggestellten befestigten Flächen, einschließlich Materialangaben, Gefälle, Fugen und Schichtenaufbau. Dient als Referenz für Instandhaltung, Reparaturen und zukünftige Änderungen.

Zugehörige Vorschriften/Normen

DIN 18318 (VOB/C ATV – Pflasterdecken und Plattenbeläge im Außenbereich); DIN 18202 (Maßtoleranzen im Hochbau); HBauO §3 und §14 (Anforderungen an Standsicherheit und Verkehrssicherheit)

Wesentliche Bestandteile

Lage und Ausrichtung der Wege und befestigten Flächen
Oberflächenmaterialien, Fugenmuster und Randdetails
Entwässerungsgefälle und Richtung des Wasserablaufs
Aufbau von Tragschicht und Unterbau (Dicke, Verdichtungswerte)
Positionen von Revisionsschächten, Bordsteinen und Einfassungen
Abweichungen zum ursprünglichen Plan
Legende, Maßstab und Nordpfeil

Verantwortlich

Auftragnehmer / ausführende Firma (Erstellung); Facility Manager (Prüfung und Archivierung); Bauleitung (Freigabe)

Praktische Hinweise

Wird bei der Projektübergabe genutzt und in der Baudokumentation des Objekts abgelegt. Ist entscheidend für die Instandhaltungsplanung, spätere Aufgrabungen und den Nachweis der Übereinstimmung mit den Anforderungen der HBauO und VOB/C. Muss sowohl digital (DWG/PDF) als auch in Papierform bereitgestellt werden.

Erläuterung

Bestandspläne dokumentieren den endgültigen Zustand der Pflaster- und Plattenflächen nach Abschluss der Bauarbeiten. Sie unterscheiden sich von den Planungsunterlagen dadurch, dass alle vor Ort umgesetzten Änderungen sowie die tatsächlichen Maße und Materialien der Ausführung festgehalten sind. Der Auftragnehmer erstellt diese Pläne nach Fertigstellung, und die Bauleitung prüft und bestätigt deren Richtigkeit im Rahmen der Abnahme.

Facility Manager nutzen Bestandspläne für die räumliche Koordination von unterirdischen Leitungen, die Vorbereitung von Reparaturmaßnahmen und das Anlagenmanagement. Unter DIN 18318 dienen diese Bestandsdokumente zudem als Nachweis dafür, dass die vorgegebenen Bautoleranzen (vgl. DIN 18202) und Leistungsanforderungen eingehalten wurden. Dies ist wichtig zur Unterstützung von Gewährleistungsansprüchen sowie behördlichen Abnahmen und technischen Prüfungen.

Statische Nachweise und erforderliche Konstruktionszeichnungen für befestigte Flächen

Kategorie

Beschreibung

Dokumenttitel/Typ

Statische Nachweise und erforderliche Konstruktionszeichnungen für befestigte Flächen

Zweck & Umfang

Weist nach, dass die Planung und Ausführung der befestigten Flächen die Tragfähigkeits- und Stabilitätsanforderungen für die vorgesehenen Verkehrslasten (z.B. Fußgänger, leichte Fahrzeuge, Lieferverkehr) erfüllen. Gewährleistet die Standsicherheit und Dauerhaftigkeit der Flächenbefestigung.

Zugehörige Vorschriften/Normen

DIN 18318 (VOB/C ATV); DIN EN 1991-1-1 (Einwirkungen auf Bauwerke); ZTV Pflaster-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Pflasterarbeiten im Straßenbau); HBauO §14 (Standsicherheit)

Wesentliche Bestandteile

Berechnung der Tragfähigkeit des Unterbaus (Ev2-Werte)
Nachweis der Schichtdicken und Lastverteilung
Materialdatenblätter und Prüfzertifikate (z.B. Frostbeständigkeit, Druckfestigkeit)
Ausführungszeichnungen für Querschnitte und Anschlussdetails
Ausbildung der Randeinfassungen und Lastübertragungsmechanismen
Statischer Nachweis für Verkehrslastkategorien (SLW 30, SLW 60)
Konformitätserklärung des Auftragnehmers zur Einhaltung der Planungsparameter

Verantwortlich

Auftragnehmer / Tragwerksplaner (Erstellung und Bescheinigung); Facility Manager (Prüfung und Archivierung); Auftraggeber (Freigabe)

Praktische Hinweise

Vor der Abnahme vorzulegen als Nachweis der Einhaltung der vertraglichen und normativen Anforderungen. Dient als Referenz für spätere technische Kontrollen, insbesondere bei Setzungen oder Verformungen der Oberfläche. Wird in der statischen Dokumentation der Anlage aufbewahrt.

Erläuterung

Statische Nachweise samt Konstruktionszeichnungen gewährleisten, dass Pflasterflächen und Plattenbeläge konstruktiv richtig bemessen sind und die vorgesehenen Belastungen sicher aufnehmen können. Die Standsicherheit jeder befestigten Verkehrsfläche muss rechnerisch belegt sein, insbesondere wenn Fahrzeugverkehr (z.B. Feuerwehrzufahrten oder Lieferverkehr) darüber führt. In Deutschland verlangen Normen wie DIN 18318 sowie technische Regelwerke (z.B. ZTV Pflaster-StB) einen solchen Tragfähigkeitsnachweis. Der Auftragnehmer weist dabei nach, dass Materialauswahl, Schichtdicken und Bauweise gemäß den angenommenen Verkehrslasten (u.a. nach DIN EN 1991-1-1) ausgeführt wurden.

Facility Manager greifen auf diese statischen Unterlagen im Rahmen von Qualitätskontrollen und bei zukünftigen Sanierungs- oder Umbauplanungen zurück. Die ursprünglichen Bemessungsparameter – etwa Tragfähigkeit des Unterbaus, Frostschutzschicht und Oberflächenentwässerung – bleiben so jederzeit nachvollziehbar. Tritt im Betrieb eine Setzung oder Verformung der Fläche auf, bieten die statischen Nachweise eine wichtige Grundlage, um die Ursachen zu analysieren und Instandsetzungsmaßnahmen fachgerecht zu planen.

Verlegeplan – Pflaster- und Plattenarbeiten

Kategorie

Beschreibung

Dokumenttitel/Typ

Verlegeplan für Pflaster- und Plattenarbeiten

Zweck & Umfang

Legt die detaillierte Anordnung, Abfolge und Verlegemethode der Pflasterelemente fest. Dient als Ausführungsgrundlage, um korrekte Ausrichtung, Muster und Fugenanordnung während der Bauausführung sicherzustellen.

Zugehörige Vorschriften/Normen

DIN 18318; DIN 18333 (Straßen- und Wegebau); DIN 18352 (Fliesen- und Plattenarbeiten – falls relevant bei gestalterischem Pflaster); ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz, Baustellensicherheit)

Wesentliche Bestandteile

Pflasterverlege- und Fugenmuster
Verlegerichtung und Bezugspunkte für die Ausrichtung
Vorgaben für Fugenbreiten, Randeinfassungen und Bewegungsfugen
Materialliste (Steinart, Abmessungen, Oberflächenfinish)
Bauabschnitte und Koordination mit anderen Gewerken
Anweisungen zur Untergrundvorbereitung und Verdichtung
Entwässerungsgefälle und Details der Oberflächenausbildung

Verantwortlich

Auftragnehmer / ausführende Firma (Erstellung und Ausführung); Bauleitung (Freigabe); Facility Manager (Dokumentation und als Referenz für Instandhaltung)

Praktische Hinweise

Wird als Grundlage für die Bauüberwachung und Qualitätskontrolle verwendet. Dient als Vor-Ort-Referenz während der Verlegung und bei späteren Instandhaltungsarbeiten. Muss mit den freigegebenen Ausführungsplänen übereinstimmen und nach Fertigstellung aktualisiert werden. Wird in der Projektdokumentation zum Abschluss der Baumaßnahme abgelegt.

Erläuterung

Der Verlegeplan stellt sicher, dass die gestalterischen und technischen Anforderungen an die Pflasterarbeiten konsequent umgesetzt werden. Er fördert die Abstimmung zwischen ausführendem Personal, Bauleitung und Facility Management, sodass die Materialvorgaben, Verlegemuster und zulässigen Toleranzen (gemäß DIN 18318) eingehalten werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Verlegung einheitlich und normgerecht erfolgt.