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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Verbände im Außenanlagenwesen nutzen

Facility Management: Aussenanlagen » Strategie » Glossar » Verbände

Außenanlagen im Facility Management mit Wegen, Grünflächen und strukturierten Freiflächen eines Unternehmensgeländes

Transformation im Außenanlagenbetrieb

Die Facility-Management-Branche steht vor tiefgreifenden Veränderungsprozessen, die häufig unter dem Begriff Transformation subsumiert werden. Insbesondere der Außenanlagenbetrieb – also die Bewirtschaftung und Pflege der gebäudebezogenen Außenflächen wie Grünanlagen, Verkehrs- und Hofflächen, Parkplätze oder Freiflächen auf Liegenschaften – rückt verstärkt in den Fokus. Diese Außenanlagen sind integraler Bestandteil von Immobilien und Liegenschaften und unterliegen ebenso wie Gebäude selbst dem Druck, nachhaltiger und effizienter betrieben zu werden. Ein wesentlicher Hintergrund ist die Klimakrise und das Gebot zur ökologischen Nachhaltigkeit. Gebäude und ihre Bewirtschaftung tragen erheblich zu Energieverbrauch und Emissionen bei – in Deutschland entfallen rund 35 % des Endenergieverbrauchs und etwa 30 % der CO₂-Emissionen auf den Betrieb von Gebäuden. Angesichts dieser Größenordnung wird deutlich, dass das Facility Management (FM) – einschließlich der Außenanlagen – einen bedeutenden Hebel für Klimaschutz und Ressourceneffizienz darstellt. Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels (z.B. häufigere Extremwetterereignisse, Hitzeperioden, Starkregen) wird zur dringenden Aufgabe. Städte und Liegenschaften spüren bereits jetzt vermehrt Hitzewellen und Überflutungen, die eine klimafitte Gestaltung der Außenräume erfordern. Nachhaltige Freiraumplanung mit entsiegelten Flächen, Begrünung und Regenwassermanagement kann lokale Temperaturen senken, das Mikroklima verbessern und Überflutungsschäden vorbeugen.

Gleichzeitig findet eine rasante digitale Transformation im FM statt. Moderne Technologien – von vernetzten Sensoren (Internet of Things, IoT) über künstliche Intelligenz (KI) und Big Data-Analysen bis hin zu Building Information Modeling (BIM) und digitalen Zwillingsmodellen – versprechen erhebliches Potenzial, Betriebsprozesse zu optimieren. Traditionelle manuelle Verfahren stoßen an Grenzen, während Echtzeit-Daten aus smarten Systemen eine proaktive und effiziente Bewirtschaftung ermöglichen. Dieser digitale Wandel betrifft auch die Außenanlagen: Intelligente Bewässerungssysteme, sensorbasierte Umweltüberwachung oder digital gestützte Wartungsplanung sind nur einige Beispiele, wie Technologie die Außenbewirtschaftung revolutioniert.

Neben den ökologischen und technischen Aspekten ist der Faktor Mensch zentral. Transformation erfordert qualifiziertes Personal auf allen Ebenen – von operativen Gärtner- und Technikerteams bis zum strategischen Management. Neue Kompetenzen in Bereichen wie nachhaltige Landschaftspflege, Datenanalyse oder Change Management im FM sind gefragt. Organisationen müssen sich anpassen, Abteilungen interdisziplinär vernetzen und Mitarbeiter für neue Aufgabenfelder fortbilden. Der Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, bestehende Mitarbeiter weiterzuqualifizieren, prägen die Branche bereits heute. Veränderungsprozesse gelingen nur, wenn die Organisationsentwicklung mit der technischen und ökologischen Transformation Schritt hält.

Schließlich ist die Integration dieser Transformationen im industriellen Kontext ein zentrales Thema. Viele große Unternehmen – etwa in der Industrie, Logistik oder im Gewerbe – verfügen über weitläufige Außenareale, deren Umgestaltung und Betrieb im Einklang mit übergreifenden Unternehmensstrategien erfolgen muss. Transformationsprojekte müssen skalierbar sein und wirtschaftlich tragfähig bleiben, um vom Pilotprojekt zum Standard im Portfolio zu werden. Zudem sind immer dichtere regulatorische Vorgaben auf EU- und nationaler Ebene zu beachten, von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) über die EU-Taxonomie bis hin zu nationalen Gesetzen wie dem neuen Bundes-Klimaanpassungsgesetz in Deutschland. Letzteres setzt ab 2024 einen verbindlichen Rahmen für Klimaanpassungsstrategien, dem sich öffentliche Hand und Privatwirtschaft stellen müssen. Die Einhaltung von Umweltauflagen, Arbeitsschutz und technischen Normen muss bei jeder Neuerung mitbedacht werden. Die Transformation im Außenanlagenbetrieb ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein fortlaufender Prozess des Lernens und Anpassens. Mit jedem weiteren heißen Sommer, mit jedem technologischen Sprung, mit jeder neuen Generation von Fachkräften werden neue Anforderungen und Möglichkeiten entstehen.

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL)

Landschafts- und Sportplatzbau (BGL)

Ziel und Zweck: Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) ist der führende deutsche Branchenverband für den Garten- und Landschaftsbau. Als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband vertritt er die Interessen von rund 4.200 Mitgliedsbetrieben aus dem Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau auf nationaler und europäischer Ebene. Der Verband fördert die Qualität in der „Grünen Branche“ durch Information über aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und Technik, tarifpolitische Vertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem initiiert der BGL neue Geschäftsfelder für seine Mitglieder, etwa im Bereich nachhaltiger Außenanlagen, und richtet alle zwei Jahre die Leitmesse GaLaBau für urbanes Grün in Nürnberg aus.

Relevanz des BGL für Außenanlagen im Facility Management

  • Relevanz für Außenanlagen: Der BGL repräsentiert die Branche des Garten- und Landschaftsbaus, zu der auch die Planung, Erstellung und Pflege von gewerblichen Außenanlagen zählt. Für FM-Verantwortliche bündelt er so Know-how für sämtliche Grün- und Außenflächen.

Unterstützung für FM-Abteilungen:

  • Fördert Ausbildung des Nachwuchses und bietet Weiterbildungen für Fachkräfte im Landschafts- und Außenanlagenmanagement.

  • Wirkt an Normen und Regelwerken für die Grünflächenpflege mit und stellt praxisnahe Richtlinien zur Verfügung.

  • Ermöglicht Erfahrungsaustausch in Arbeitskreisen und auf Fachmessen (z.B. GaLaBau) und informiert über Markttrends und innovative Technologien.

  • Offizieller Weblink: www.galabau.de

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL)

Ziel und Zweck: Die FLL – Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. – ist ein 1975 gegründetes wissenschaftliches Netzwerk der Grünen Branche. Als gemeinnütziger Fachverband erarbeitet die FLL anerkannte Regelwerke und Empfehlungen für Planung, Bau und Unterhaltung von Außenanlagen. Sie versteht sich als neutrale Plattform, in der Experten interdisziplinär zusammenarbeiten, um Qualitätsstandards für Grünflächen, Dach- und Fassadenbegrünung, Baumpflege, Spielplätze u.v.m. zu entwickeln. Zudem organisiert die FLL Fachtagungen und Kongresse zum Wissenstransfer und ist Zertifizierungsstelle, etwa für qualifizierte Baumkontrolleure und Spielplatzprüfer.

Relevanz der FLL für Außenanlagen im Facility Management

  • Relevanz für Außenanlagen: Die FLL schafft einheitliche technische Standards für Außenanlagen – von Baumpflege-Richtlinien bis zu Dachbegrünungsnormen – welche von FM-Abteilungen als Maßstab für sichere und nachhaltige Grünflächenbewirtschaftung genutzt werden.

Unterstützung für FM-Abteilungen:

  • Gibt praxisorientierte Richtlinien und Fachpublikationen für Gestaltung und Pflege von Außenanlagen heraus (z.B. FLL-Baumkontrollrichtlinien als Standard zur Verkehrssicherheit von Bäumen).

  • Veranstaltet regelmäßig Seminare, Tagungen (wie die FLL-Verkehrssicherheitstage) und Arbeitskreise, die FM-Verantwortlichen einen aktuellen Wissensaustausch zu Grünflächen-Themen ermöglichen.

  • Zertifiziert Fachkräfte (z.B. Baumkontrolleure, Spielplatzprüfer) und trägt so zur Qualifizierung des Personals bei, das im FM für Außenanlagen zuständig ist.

  • Offizieller Weblink: www.fll.de

Fachverband Baumpflege e.V. (FvB)

Ziel und Zweck: Der Fachverband Baumpflege e.V. – hervorgegangen aus dem Fachverband geprüfter Baumpfleger – ist mit über 500 Mitgliedern der größte deutsche Baumpflege-Verband. Er hat das Ziel, eine fachgerechte, qualitativ hochwertige Baumpflege sicherzustellen und den Berufsstand der Arboristen zu stärken. Dazu vertritt der Verband die Interessen der Baumpfleger und Baumpflegebetriebe gegenüber Behörden, Unfallkassen und in Normungsgremien (u.a. bei der FLL). Er fördert neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum richtigen Umgang mit Bäumen, informiert über aktuelle Gesetze und setzt sich für anerkannte Ausbildungswege in der Baumpflege ein.

Relevanz des FvB für die Verkehrssicherung von Bäumen in Außenanlagen

  • Relevanz für Außenanlagen: Bäume sind zentrale Bestandteile vieler Außenanlagen und unterliegen der Verkehrssicherungspflicht. Der FvB unterstützt Facility Manager dabei, Bäume auf ihrem Gelände gesund und verkehrssicher zu erhalten – durch fachliche Richtlinien und qualifizierte Expertennetzwerke.

Unterstützung für FM-Abteilungen:

  • Bietet seinen Mitgliedern kontinuierliche Weiterbildung und Fachseminare, um neueste Baumpflege-Techniken und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen.

  • Berät zu rechtlichen Pflichten und Standards in der Baumpflege (z.B. regelmäßige Baumkontrollen zur Verkehrssicherheit, Artenschutzauflagen) und informiert über aktuelle Vorschriften.

  • Vermittelt qualifizierte Baumexperten und fördert den Erfahrungsaustausch, etwa durch regionale Netzwerke und Fachveranstaltungen, damit FM-Abteilungen bei Baumkontrolle und -pflege auf verlässliche Partner zurückgreifen können.

  • Offizieller Weblink: www.baumpflegeverband.de

fbr – Bundesverband für Betriebs- und Regenwasser e.V.

Ziel und Zweck: Die fbr – Bundesverband für Betriebs- und Regenwasser e.V. (früher Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung) ist der führende Verband in Deutschland für nachhaltige Wassernutzung auf Grundstücken. Sein Fokus liegt darauf, Regenwasser und sogenanntes Betriebswasser (z.B. Grauwasser) in Gebäuden und Außenanlagen effizient und ökologisch zu bewirtschaften. Die fbr entwickelt dafür technische Konzepte und Technologien und fungiert als zentraler Ansprechpartner für Wirtschaft, Kommunen und Politik in Fragen des Regenwassermanagements. Angesichts des Klimawandels verfolgt der Verband einen ganzheitlichen Ansatz im Umgang mit Wasser, um Anpassungsstrategien für Städte und Liegenschaften zu fördern. Der Verbandszweck wurde entsprechend erweitert, sodass die fbr heute weit mehr abdeckt als reine Regenwassernutzung – sie steht generell für einen ressourceneffizienten Umgang mit Wasser auf Grundstücks- und Quartiersebene.

Relevanz der fbr für Regenwassermanagement in Außenanlagen

  • Relevanz für Außenanlagen: Für Facility Manager ist Regenwassermanagement ein wichtiger Bestandteil der Außenanlagen-Bewirtschaftung – etwa zur Entwässerung, Bewässerung von Grünflächen oder beim Betrieb von Versickerungsanlagen. Die fbr bietet hierfür aktuelle Richtlinien und Branchenstandards, damit FM-Abteilungen Regen- und Grauwasser nachhaltig nutzen können.

Unterstützung für FM-Abteilungen:

  • Entwickelt Leitfäden, Positionspapiere und Hinweisblätter zur Regen- und Grauwassernutzung (z.B. Empfehlungen zur Regenwasserversickerung oder -speicherung), die FM-Abteilungen als Arbeitsgrundlage dienen.

  • Arbeitet mit politischen Gremien und Normungsinstituten zusammen, um praxisgerechte Regeln und Gesetzesgrundlagen für Regenwassernutzung zu schaffen – so wurde bspw. erreicht, dass Regenwasser weiterhin zum Wäschewaschen genutzt werden darf.

  • Informiert durch Publikationen (Fachzeitschrift fbr-wasserspiegel, Marktübersichten) und Fachveranstaltungen über neueste Technologien und Produkte, sodass FM-Verantwortliche stets auf dem aktuellen Stand der Technik bleiben.

  • Offizieller Weblink: www.fbr.de